Rubinflecken – riskant oder harmlos? Neu
Die gute Nachricht zuerst: Diese kleinen roten Pünktchen sind harmlos! Allerdings empfinden viele Menschen sie als optischen Makel. Woher kommen sie und was hilft dagegen? Unsere Haut verändert sich mit den Jahren: Hier und da kommen Fältchen hinzu, Leberflecken, Pigment-...
Die gute Nachricht zuerst: Diese kleinen roten Pünktchen sind harmlos! Allerdings empfinden viele Menschen sie als optischen Makel. Woher kommen sie und was hilft dagegen?
Unsere Haut verändert sich mit den Jahren: Hier und da kommen Fältchen hinzu, Leberflecken, Pigment- und Altersflecken und zu allem Überfluss auch noch diese winzigen roten Punkte oder Knötchen. Sie zeigen sich auf dem Dekolletee, rund um die Brust, im Nacken, auf dem Rücken oder den Innenseiten der Oberarme. Mal sind sie stecknadelkopfklein, die Knötchen bis zu erbsengroß. Solche Rubinflecken, fachmedizinisch Hämangiome oder senile Angiome genannt, sind zwar »nur« ein ästhetisches Problem, können Betroffene aber erheblich stören.
Herkunft (noch) ungewiss
Warum sich Rubinflecken bilden, ist noch nicht endgültig geklärt. So viel weiß man: Es handelt sich um Neubildungen der kleinsten Gefäße in der Haut, der Kapillaren. Sie treten mit zunehmendem Alter auf und dann ganz plötzlich. Sie erscheinen als scharf umgrenzte rote Pünktchen oder als erhabene Knötchen. In letzterem Fall sammelt sich Blut in den Gefäßschlingen und »plustert« diese ein wenig auf. Noch gilt als ungewiss, ob es sich um eine reine »Alterserscheinung« handelt oder die Gene dafür verantwortlich sind. Möglicherweise spielen auch Hormone eine Rolle. Sicher ist jedoch: Rubinflecken schmerzen nicht, verursachen keinen Juckreiz, bilden sich aber auch nicht mehr zurück.
Check beim Hautarzt
Jede Hautveränderung sollte vom Dermatologen abgeklärt werden. Ob mit bloßem Auge oder mithilfe einer Lichtlupe – in der Regel kann er Rubinflecken oder -knötchen schnell und zweifelsfrei erkennen. Nur sehr selten besteht Verdacht auf eine Hauterkrankung und es müssen Gewebeproben entnommen werden. Der professionelle Check ist wichtig, um etwa punktförmige Hauteinblutungen, sogenannte Petechien oder Purpura, auszuschließen. Diese deuten auf eine Blutgerinnungsstörung hin. Da Rubinflecken medizinisch unbedenklich sind, besteht grundsätzlich kein Handlungsbedarf – zumal sie meist unter der Kleidung verschwinden. Dennoch empfinden viele sie als störend, denn auch mit Abdeckcremes lassen sie sich nur schlecht kaschieren. Dann kann der Hautarzt helfen.
Weg damit? Aber bitte sicher!
Regel Nummer eins: Nie selbst an den Flecken oder Knötchen herumdoktern – vor allem die Knötchen bluten schnell, es besteht dann Entzündungsgefahr und außerdem können sich unschöne Narben bilden. Lassen Sie sich in einer dermatologischen Praxis beraten, die auch auf ästhetische Eingriffe spezialisiert ist! Rubinflecken können mithilfe einer Laser- oder Hitzebehandlung entfernt oder auch vereist werden. Der Laser arbeitet mit hochenergetischem, gebündeltem Licht, das in die Haut eindringt, die Blutgefäße verödet und zerstört. Der Körper baut diese anschließend ab. Ähnliche Effekte erzielen durch Strom erzeugte Hitze-Impulse, die sogenannte Elektrokoagulation, oder eine Kryotherapie, welche die Gefäße vereist. Alle Behandlungen dauern nur wenige Minuten und die Haut wird vorher örtlich betäubt. Meist reicht eine Sitzung. Anschließend können sich leichte Schwellungen und Schorf bilden. Daher sollte die Haut gut geschützt und keinesfalls der Sonne ausgesetzt werden. Wichtig zu wissen: Die Behandlungen gelten als ästhetische Eingriffe und werden von der Kasse nicht übernommen.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de
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